Die Ausstellung ist täglich 10-17 Uhr zugänglich. Die Finissage ist im Rahmen einer Sonntagsmatinée am 19. Oktober um 10.30 Uhr in der Kunsttenne in Herrmannsdorf. Hans-Günther Kaufmann und Vertreter der drei Religionen begleiten den Vormittag, sowie die Familie Schweisfurth als Gastgeberin.
„Wir sind Schöpfung“
eine Ausstellung zwischen Kunst, Spiritualität und inter-religiösem Dialog
Die Ausstellung „Wir sind Schöpfung“ von Hans-Günther Kaufmann führt uns in bewusstem künstlerischem Stil auf eine meditative Reise durch die Grundfragen menschlicher Verantwortung: Wer sind wir, wie sind wir mit der Welt verbunden – und wie können über Religionen hinweg Verständigung und Bewahrung entstehen?
Die Ausstellung
Traumhaft inszeniert, konzentriert sich Kaufmann auf großformatige Fotografien, die in drei Themenfelder unterteilt sind: Abraham, den gemeinsamen Stammvater von Judentum, Christentum und Islam; das Wasser als universelles Lebenselixier; und menschliche Bau- und Kunstwerke, die Spiritualität und Architektur verbinden. Die Bilder entstanden an symbolträchtigen Orten in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Europa.
Die Ausstellung zeigt den religiösen und spirituellen Reichtum: Sie arbeitet heraus, dass Schöpfungsthemen in Talmud, Bibel und Koran gleichsam
vorkommen und die Verantwortung zur Bewahrung der Welt miteinander verbinden.
Die Botschaft – Kooperation statt Konfrontation
Im Kern steht die Erkenntnis: Bewahrung der Schöpfung ist eine gemeinsame Aufgabe, die jenseits religiöser Differenzen sowohl Umweltkrise als auch Konflikten begegnet. Armin Laschet, ehemals NRW-Ministerpräsident und Vorstand des Abraham Accords Institute for Peace and Regional Integration, betont, dass nur durch Versöhnung, Respekt und Dialog die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können.
Die Rolle von Armin Laschet und den Abraham-Accords
Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Abraham Accords Institute initiiert, einem 2022 von Armin Laschet gegründeten Institut, das sich für Frieden, regionale Integration und interreligiösen Dialog zwischen Israel und arabischen Staaten einsetzt. Die Abraham-Abkommen selbst (Abraham-Accords) beendeten Jahrzehnte der Konfliktgeschichte im Nahen Osten durch Anerkennung und diplomatische Normalisierung. Geplant ist, die Ausstellung dauerhaft im Abrahamic Family House in Abu Dhabi zu zeigen – einem Ort, an dem Synagoge, Moschee und Kirche friedlich nebeneinander bestehen.

Armin Laschet und Hans Günther Kaufmann
Künstlerischer Hintergrund – ein Blick auf Hans-Günther Kaufmann
Geboren 1943 in Tours (Frankreich), absolvierte Kaufmann seine fotografischen Lehrjahre in Rom, New York und Los Angeles. Bereits mit 18 eröffnete er sein erstes Studio in München; er machte sich einen Namen als Werbe- und Modefotograf – u. a. für renommierte Magazine. Eine spirituelle Begegnung mit einem Mönch auf dem Berg Athos veränderte seine Perspektive nachhaltig: Fortan ließ er sich „von den Bildern finden“ – mit einem Fokus auf Natur, Spiritualität und das Unsichtbare im Sichtbaren.
„Wir sind Schöpfung“ sei, so Kaufmann, das „Produkt seines Lebens“: In unvorhersehbarer Aktualität wurde die Ausstellung zur emotionalen und spirituellen Antwort auf die Umweltkrise und geopolitische Spannungen – eine Einladung, das Wunder Schöpfung bewusst zu leben. Die Fotografie wird zur Brücke zwischen Kunst und Verantwortung – getragen von tiefer Erfahrung und Lebensfreude. In enger Kooperation mit Armin Laschet und im Geiste der Abraham-Accords formt die Ausstellung einen interreligiösen Dialog für Frieden und Umweltbewusstsein. Sie zeigt: Die Bewahrung unserer Welt ist nicht nur ökologische, sondern zutiefst spirituelle Aufgabe aller Menschen.
Die Verantwortung für die Schöpfung – ein Thema mit dem sich auch Karl Ludwig Schweisfurth immer wieder beschäftigt hat. Wir freuen uns daher sehr, dass ein Teil dieser Ausstellung nach Herrmannsdorf kommt. Die Vernissage mit Fotograf Hans-Günther Kaufmann findet am 05. Oktober statt. Auftakt ist unser Erntedankgottesdienst um 10 Uhr in der Kunsttenne. Die Ausstellung ist ab dann täöglich 10-17 Uhr zugänglich, bis zum 19. Oktober 2025.
Die Finissage ist im Rahmen einer Sonntagsmatinée am 19. Oktober um 10.30 Uhr in der Kunsttenne in Herrmannsdorf. Hans-Günther Kaufmann und Vertreter der drei Religionen begleiten den Vormittag, sowie die Familie Schweisfurth als Gastgeberin.